PAN-Zentrum – 1 – Neubau Anatomie und Neuropathologie

PAN-Zentrum – 1 – Neubau Anatomie und Neuropathologie

Das interdisziplinäre „PAN-Zentrum“ führt die drei vorklinischen Institute Pathologie, Anatomie und Neuropathologie, welche sich bislang auf drei unterschiedlichen Standorten über den Campus des Universitätsklinikums Münster verteilten, baulich und organisatorisch zusammen.

Diese unmittelbare Nähe der drei Institute, welche disziplinär eng miteinander verzahnt sind, bietet neben funktionalen und wirtschaftlichen Vorteilen die Möglichkeit einer vereinten, signifikanten Außendarstellung.
Besonderes Augenmerk galt den speziellen logistischen Anforderungen eines solchen Zentrums – der Lenkung der unterschiedlichen „Menschen- und Warenströme“, der An- und Ablieferung bzw. Lagerung von Ver- und Entsorgungsgütern.

Projektdaten

Standort
Vesaliusweg
Inbetriebnahme
Oktober 2012, 1. BA
Nutzfläche
10.700 m² gesamt
Bruttofläche
6.800 m²
Bruttorauminhalt
30.500 m³
Investitionskosten
ca. 25.900.000 Euro
Ansprechpartner
Gabriela Schlienkamp-Theil

Es entstanden zahlreiche gemeinsame, öffentliche Bereiche, wie der zentrale Lehrbereich im sanierten Altbau oder die Cafeteria für Studenten und Besucher sowie gemeinschaftlich genutzte Funktionsbereiche wie etwa die gemeinsame Anlieferung.

Funktional ist das neue Zentrum entsprechend seiner sensiblen Nutzung jedoch strikt in öffentliche und nichtöffentliche Flächen gegliedert. Das gilt sowohl für das Untergeschoss mit den von der Außenwelt abgeschirmten, aber dennoch ausreichend belichteten Sektions- und Präparationssälen, als auch für die klar strukturierten Labor- und Büroflächen.

Entwurflicher Leitgedanke für das Gebäudeensemble war die Herausstellung und damit einhergehende Aufwertung des denkmalgeschützten Klinkerbaus der ehemaligen Anatomie zum zentralen Lehrgebäude und neuen Entrée für den erweiterten Institutskomplex. Prägende Stilelemente des Baus aus den 50er Jahren wurden bewusst erhalten und waren auch Maßstab für die Gestaltung der flankierenden Neubauten. Wesentlich war hierbei der Erhalt der bestehenden Blickachse zu diesem historischen Bau. Um dies zu gewährleisten wurden die neuen ein- und zweigeschossigen U-förmigen Baukörper bewusst niedrig gehalten. Sie schließen sich direkt an das denkmalgeschützte Gebäude an und beherbergen die Forschungs- und Dienstraumflächen der jeweiligen Institute. Den neuen zweistöckigen Westflügel, teilt sich die Anatomie mit der Neuropathologie. Im etwas kleineren, zweiten Anbau auf der Ostseite befindet sich die Pathologie.

Der historische Klinkerbau war zudem Maßstab für die Gestaltung der Neubauten. Während sich die öffentlichen Bereiche mit einer transparenten und einladenden Fassade aus Faserbeton und Glas vom restlichen Gebäudekomplex abheben, wird das Material Klinker im Bereich der Labore und Büros wieder aufgegriffen.

Durch die Anordnung der Räume in einer 3-Bund-Anlage, verbunden über eine Mittelraumspange, in welcher Umkleiden, Technik-, Geräte- und Kühlräume angeordnet sind, ergeben sich für die Bereiche der Büros und Labore große Synergieeffekte.

Durch die offene Installation in den Laboren ist eine hohe Flexibilität der Nachinstallation und der Revisionierbarkeit gegeben.

   

Kontakt

UKM Infrastruktur Management GmbH
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude D5
48149 Münster

Tel: +49 251 83 46269
Fax: +49 251 83 45380
Internet: www.ukm-im.de
Mail: info(at)­ukm-im(dot)­de

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